Orthomolekulare Medizin

Die orthomolekulare Medizin (griechisch ορθός, orthós, richtig; molekular, aus lat. für „Baustein“) ist eine maßgeblich von Linus Pauling beeinflusste alternativ-medizinische Methode.


Im Mittelpunkt steht die hochdosierte Verwendung von Vitaminen und Mineralstoffen zur Vermeidung und Behandlung von vielerlei Inbalancen im Körper aber auch mental oder seelisch. 


Aus Sicht der orthomolekularen Medizin führen Inbalancen stets zu einem biochemischen Ungleichgewicht im Körper, das durch geeignete, gesunde Ernährung unter Hinzunahme von Nahrungsergänzung ausgeglichen werden könne.


                      Stoffe wie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, essentielle Fettsäuren

und Aminosäuren sowie weitere „Vitalstoffe“ werden als für den Körper

verträglicher, risikoloser und heilsamer angesehen als körperfremde Stoffe

wie Pflanzenextrakte, Heilkräuter oder synthetische Medikamente.


Im Regelfall empfiehlt die orthomolekulare Medizin eine wesentlich höhere tägliche Zufuhr an Vitaminen und Mineralstoffen als es naturwissenschaftliche und ernährungsmedizinische Erkenntnisse rechtfertigen.

Orthomolekulare Medizin ist „die Erhaltung guter Gesundheit und Behandlung von Krankheiten durch die Veränderung der Konzentrationen von Substanzen im menschlichen Körper, die normalerweise im Körper vorhanden und für die Gesundheit erforderlich sind.“

Ausgangspunkt der orthomolekularen Lehre ist die These, dass es heutzutage kaum noch möglich sei, sich über ausgewogene Ernährung ausreichend mit so genannten Vitalstoffen zu versorgen, weil die Lebensmittel aufgrund von unnatürlicher Züchtung, Transport, Lagerung und Zubereitung nur noch einen Bruchteil der ursprünglich vorhandenen Stoffe enthielten.


Dies führe zu chronischem Mangel beim überwiegenden Teil der Bevölkerung. Daher ist gemäß der orthomolekularen Denkweise eine Zuführung dieser Vitalstoffe über Nahrungsergänzung  notwendig.

Die meisten Vitalstoffe werden in der orthomolekularen Medizin beträchtlich höher dosiert als von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen. Laut den Befürwortern der orthomolekularen Ernährung gibt es unter anderem Erfolge bei der Behandlung von zahlreichen Krebserkrankungen und Neurodermitis.

Ein naturwissenschaftlicher und medizinischer Beweis, dass solche erhöhten Mengen einen tatsächlichen Nutzen aufweisen, wurde jedoch nicht erbracht. Es wurde allerdings auch nie das Gegenteil bewiesen.


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